Kittys Salon: Legenden, Fakten, Fiktion – Kitty Schmidt und ihr berüchtigtes Nazi-Spionagebordell. Urs Brunner, Julia Schrammel.

Mehr als 300 Seiten 19,95 Euro, ISBN  978-3-95723-207-6,

 

2. aktualisierte und erweiterte Auflage April 2026

(1. A. Oktober 2020, damals ISBN  978-3-95723-168-0)

Alte Auflage nicht mehr lieferbar, erscheint im April 2026 neu

Spionage zwischen Samt und Seide:

Das wahre Geheimnis des Salon Kitty

Berlin-Charlottenburg, Giesebrechtstraße 11: Eine Adresse, die Geschichte schrieb. Hinter der bürgerlichen Fassade eines Luxusbordells verbarg sich im Dritten Reich eines der spektakulärsten Spionageprojekte der Nationalsozialisten.

In den Zimmern des legendären Salon Kitty traf die NS-Elite auf internationale Diplomaten – und jedes Wort wurde heimlich aufgezeichnet. Doch wer war die Frau, die dieses Etablissement führte? Kitty Schmidt: Eine opportunistische Kollaborateurin oder eine stille Überlebenskünstlerin, die in ihren Gemächern sogar eine Verfolgte versteckte?

Dieses Buch räumt mit Mythen und filmischen Verzerrungen auf. Basierend auf akribischer Recherche, seltenen Dokumenten und den Stimmen der letzten Zeitzeugen erfahren Sie die ungeschminkte Wahrheit über:

– Sex und Macht: Wie das,,horizontale Gewerbe“ für die Zwecke „des „Führers“ missbraucht wurde.

– Wanzen und Wände: Die technische Überwachung im Dienst der Spionage.

– Kitty Schmidt: Die faszinierende Lebensgeschichte einer Frau zwischen den Fronten.

– Vom Mythos zur Realität: Was nach 1945 aus dem Salon und seinen Bewohnern wurde.

Ein dunkles Kapitel Berliner Geschichte – fesselnd wie ein Thriller, präzise wie eine Dokumentation.

Der Salon Kitty ist legendär. Er wurde als „das prominenteste Etablissement käuflicher Liebe im Dritten Reich“, als „Edel-Puff“ oder als „Spionage-Treff“ bezeichnet. Kein anderes Bordell hat für so viel Aufsehen gesorgt. Zahlreiche Legenden ranken sich bis heute sowohl um dieses geheimnisumwitterte Nazi-Bordell als auch um dessen Besitzerin Kitty Schmidt.

Die Autoren

Julia Schrammel

(*1982 in Salzburg) ist Journalistin aus Leidenschaft. Sie studierte Kommunikationswissenschaften und schrieb ihre Doktorarbeit über die Medienzensur in Chile und Argentinien unter Pinochet und Videla. Danach arbeitete sie in diversen Medienbetrieben, u.a. im Hörfunk und Fernsehen.

Urs Brunner

(*1960 in Zürich) studierte Geschichte, Politik und Literaturwissenschaft und arbeitete als freischaffender Journalist. Seit 1989 unabhängiger Unternehmer in Thailand (Kaffee & Tee, Immobilien, Finanzgeschäfte). 2008 Gründung der international tätigen Filmfirma Angel & Bear Productions, mit Sitz in Pattaya, Thailand.

 

Das Gesicht hinter der Legende

Jahrzehntelang war das Ölgemälde von Schmidt verschollen, bis es zufällig in einem Berliner Wohnzimmer wiederentdeckt wurde. Ein faszinierendes Dokument, das Geschichte lebendig macht.

Heute hat das Gemälde einen Ehrenplatz gefunden. Es ist derzeit im Berlin Story Bunker innerhalb des Dokumentationszentrums „Hitler – wie konnte es geschehen“ ausgestellt, wo Informationstafeln die Besucher über die Hintergründe von Kitty Schmidt und ihrem Bordell aufklären.

Ausführliche WebSeite zum Buch

Gemälde wieder aufgetaucht! Früher hing es in einem Berliner Bordell

Oktober 2025: Es ist eine Freude, mit Autoren zusammenzuarbeiten, die hartnäckig dranbleiben, wissensdurstig von einem Forschungstrieb beseelt sind und einfach nicht aufgeben, mit Urs Brunner und Julia Schrammel. Wir passen zusammen. Das stellte sich auch schon heraus, als wir das Buch Kitty Salon 2020 veröffentlichten – und vorher intensiv zusammen daran gearbeitet haben. Heute berichtet der Tagesspiegel ausführlich darüber mit wertvollem Teaser im Checkpoint:

Porträt einer Puffmutter gefunden

Frau findet Dame: Das einzige Porträt von Kitty SchmidtPuffmutter eines sagenumwobenen und geheim überwachten Nazi-Bordells in Charlottenburg, war lange Jahre verschollen. Nun ist es überraschend aufgetaucht – im Wohnzimmer einer SpandauerinConstanze Nauhaus (die heute übrigens Geburtstag feiert), erzählt die Geschichte einer aberwitzigen Suche.

Im Berlin Story Verlag wollen wir alle Aspekte der Nazi-Herrschaft untersuchen. Bei diesem Bordell ging es um Spionage, jedenfalls um den Versuch. Geklappt hat es nicht richtig gut, aber einige hatten Spaß. Stammkunde war der italienische Außenminister. So sieht unsere Pressemitteilung aus, mit der wir die Medien aufmerksam gemacht haben.

Jahrelang waren die beiden Autoren (Urs Brunner und Julia Schrammel) des Sachbuches
Kittys Salon. Legenden, Fakten, Fiktion (2020) auf der Suche nach dem Gemälde der berühmt-berüchtigten Nazibordell-Besitzerin Kitty Schmidt. Jetzt wurde die verschollene Madame in Öl gefunden – mittels digitaler Bilderkennungs-App: „Ein alter Freund aus Hamburg hat mich besucht und er fragte mich, ob ich wüsste, wer denn die Frau am Bild sei – ich wusste es nicht, ich habe das Gemälde vor 24 Jahren in einem Trödelladen in der Adamstraße im Bezirk Spandau gekauft, weil es mir so gut gefallen hat, seitdem hängt es bei mir im Wohnzimmer an der Wand“, erzählt Ilona Jurczyk und sie ergänzt: „Wir sind dann mit seiner Bilderkennungs-App auf die Homepage www.kittys-salon.de gestoßen und dann hab ich die Autoren kontaktiert.“ Die Signatur oben rechts von einem gewissen P. Fuchs ist gut zu erkennen. Wie alt die Malerei ist, kann nur geschätzt werden. „Von Fotos wussten wir immer, dass das Gemälde existiert und nicht mehr in Familienbesitz war. Ich habe damals beinahe alle Auktionshäuser und Antiquitätenhändler in Berlin angeschrieben. Dass wir es nun gefunden haben, ist für uns von großer Bedeutung. Es gibt nur eine Handvoll Fotos von Kitty und dann auch nur in schwarz-weiß“, schildert Co-Autorin Julia Schrammel. Was nun weiter mit dem Gemälde passieren wird steht noch in den Sternen: „Wir haben es nun käuflich erworben, in der Hoffnung, dass es eines baldigen Tages in einem Berliner Museum ein permanentes Zuhause finden wird. Was auch immer dort geschehen ist, der berühmt-berüchtigte Salon Kitty und seine Madame, die Kitty Schmidt, sind Berliner Stadtgeschichte“, so Autor Urs Brunner.

Buch in viele Sprachen übersetzt
Das Sachbuch wurde 2020 veröffentlicht und in mehrere Sprachen übersetzt (Englisch, Französisch, Russisch, Kroatisch, Slowenisch, Ungarisch, etc.). Es räumt mit Unklarheiten und Gerüchten rund um den sagenumwobenen Salon auf und bringt Klarheit in die nebulöse Vergangenheit des ehemaligen Spionagezentrums und ihrer Besitzerin. Zahlreiche in- und ausländische Medien haben darüber berichtet: https://www.kittys- salon.de/medienspiegel/

„Diskretion und Verschwiegenheit ist das Markenzeichen einer professionellen Madame. Echte Kurtisanen unterhalten kein Tagebuch und schreiben keine Memoiren, und so hat auch Kitty Schmidt bis zu ihrem Tode nie etwas aufgeschrieben und kaum über ihren Salon gesprochen. Daher wollten wir eigentlich die Geschichte filmisch aufarbeiten, haben uns dann doch zunächst für ein Sachbuch entschieden“, berichtet Urs Brunner, Co-Autor und Gründer der Filmentwicklungs- und Produktionsfirma „Angel & Bear Productions Ltd.“ Akribisch recherchiert.

Die Vergangenheit von Kitty Schmidt, ihrer Familie, Nachbarn, Freunden und Bekannten sowie ihres Etablissements wurde minutiös durchforstet. Literatur, Archive, überlieferte Zeitzeugenaussagen, Presseberichte, filmische Aufzeichnungen systematisch studiert. „Unsere Spurensuche gestaltete sich spannend, wenn auch oft mühsam. Im Sommer 2016 hatten wir zum Beispiel viel Glück, wir konnten noch eine Verwandte der Familie in Slowenien ausfindig machen, die uns mehr als 500 Fotos, Briefe, Postkarten, sowie Filmmaterial übergeben hat. Jedes einzelne Fundstück wurde von uns akribisch unter die Lupe genommen. Die einzelnen schriftlichen Hinweise auf Postkarten oder Fotos führten uns wieder auf neue Fährten und so kam eins zum anderen,“ berichtet Schrammel von den abenteuerlichen Recherchen, die aufgrund von nur spärlich verfügbaren Zeitzeugen oder wegen in den Wirren des Krieges verschwundenen Dokumenten leider oft auch im Nirgendwo endeten: „Ein Verwandter der Familie berichtete uns von einem Tresor, den Kitty Schmidt angeblich in New York gehabt haben soll, um wichtige Dokumente aus der Kriegszeit zu verwahren. Der Schlüssel dafür sei von Tochter Kathleen übernommen und bei ihrem Rechtsbeistand deponiert worden. Wir konnten diesen Anwalt sogar ausfindig machen, aber Erinnerungen an ein solches Fundstück hatte er bedauerlicherweise nicht. Ein Zeitzeuge starb just, während wir versucht haben, mit seiner Assistentin einen Termin für ein Interview zu vereinbaren. Dann hatten wir aber doch noch einmal Glück: Wir fanden in Berlin noch eine rüstige alte Dame, die in ihrer Kindheit viel Zeit bei ihren in der Giesebrechtstraße 11 wohnenden Großeltern verbracht hatte, sie hat Madame Kitty Schmidt, die sie liebevoll ‚Tante Käthe‘ nannte, in zärtlicher Erinnerung bewahrt und viel zu erzählen.“

Sex, Spionage, Misstrauen – Faszination rund um das Nazi-Edelbordell reißt nicht abWanzen, Abhörgeräte, Kabeln, Wachsplatten, Agentinnen getarnt als Freudenmädchen und Nazis, die sich gegenseitig belauschen – durchaus filmreife Ingredienzien! Der „Salon Kitty“ in der Giesebrechtstraße ist mittlerweile legendär. Im Zweiten Weltkrieg sollen die braunen Saubermänner unter Führung der SS das Edeletablissement benutzt haben, um ausländische Diplomaten, aber auch hohe Funktionäre aus den eigenen Reihen durch eigens dafür ausgebildete Prostituierte auszuhorchen. Im Keller seien die Liebesgespräche dann sogar von Lauschexperten abgehört und auf Wachsplatten aufgezeichnet worden. Kaum ein anderes Bordell hat mit seinen zahlreichen Gerüchten weltweit für so viel Aufsehen gesorgt wie das der einstigen Madame Kitty Schmidt in Berlin-Charlottenburg.

Doch wer war Kitty Schmidt?

„Alle, die Kitty Schmidt noch persönlich gekannt hatten, haben in freundlichen und oft gar bewundernden Worten von ihr gesprochen. Aber mit Sicherheit war sie mehr als eine liebevolle Tante und großherzige Puffmutter. Die zentrale Frage, die aber dennoch bis heute nicht mit allerletzter Sicherheit beantwortet werden kann, ist und bleibt, ob sie freiwillig mitmachte oder von den NS-Mächtigen zum Kollaborieren gezwungen wurde, und wenn ja, wieviel sie denn tatsächlich von dem gewusst hatte, was da alles in ihrem Bordell hinter Doppelwänden, in den Schlafzimmern und womöglich gar im Keller vor sich ging. War sie Nazi-Opfer oder  Kollaborateurin oder einfach schlichtweg eine geschickte Opportunistin jener Zeit? In diesen Fragen gingen die Meinungen der Interviewpartner naturgemäß auseinander, jedoch gibt es einiges Quellen und Hinweisen, die darauf hindeuten, dass Kitty Schmidt weder Antisemitin noch eine überzeugte Nationalsozialistin war“, so Co-Autor Urs Brunner.

 

Die Medien:

Puff-Sensation in Berlin: Verschollener Schatz aus Nazi-Bordell wieder da!

https://berliner-kurier.de/berlin/puff-sensation-in-berlin-verschollener-schatz-aus-nazi-bordell-wieder-da-li.2360584

https://berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/oelgemaelde-der-besitzerin-des-nazi-bordells-salon-kitty-aufgetaucht-li.2360903

https://spiegel.de/kultur/verschollenes-gemaelde-aus-berliner-nazi-bordell-wieder-aufgetaucht-a-b0bf05fc-956a-4a4b-94ee-4f23fcfa67aa

https://tagesspiegel.de/berlin/es-hing-in-berlins-beruchtigtem-nazi-bordell-gemalde-aus-dem-salon-kitty-wieder-aufgetaucht-14464808.html

https://deutschlandfunkkultur.de/verschollen-geglaubtes-gemaelde-aus-berliner-nazi-bordell-wieder-aufgetaucht-102.html

https://morgenpost.de/berlin/article410150878/gemaelde-aus-nazi-bordell-wieder-da-es-war-die-ganze-zeit-ganz-nah.html

https://blick.ch/ausland/bilder-die-jahrzehntelang-verschollen-waren-gemaelde-aus-berliner-nazi-bordell-wieder-aufgetaucht-id21299804.html

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10.10.2025