Unter den Linden 26-30 / Mittelstraße 51-53Kurze Beschreibung der Planungs- und Bausphase Am 5. Oktober 2005, abends, kam ein Anruf unseres Bauherrn, mit der fast beiläufig gestellten Frage, ob unser Büro Interesse an der Teilnahme an einem Wettbewerb, bzw. einem Architektenauswahlverfahren, hätte. Es ginge um die Instandsetzung, die Umgestaltung und möglichst auch Erweiterung eines Gebäudekomplexes Unter den Linden. Genauer gesagt um den Gebäudekomplex Unter den Linden 26 bis 30/Mittelstraße 51 bis 53. Wenn Interesse bestünde, so mögen wir uns übermorgen am Ort des Geschehens zu einer ersten Besichtigung einfinden. Der Tag kam und so bewegte sich am 7. Oktober ein Grüppchen von zehn, zwölf Menschen, Bauherrenvertreter sowie mehrere Kollegen unterschiedlicher Büros mit wachen Augen und Fotoapparaten ausgestattet durch den – wie sich zeigte – großen, auf den ersten Blick zum Teil verwirrend labyrinthisch wirkenden Koloss zwischen dem Prachtboulevard und der Mittelstraße.
Es war die erste Begegnung mit diesem imposanten, in den Anfängen des 20. Jahrhunderts Unter den Linden errichteten Geschäftshaus, das den Repräsentationswillen seiner Auftraggeber und Erbauer deutlich erkennen lässt. Die ersten Eindrücke waren durchaus vielschichtig.Beeindruckend wirkten die imposant gestalteten Muschelkalkfassaden. Schön auch der Eindruck einzelner intakt gebliebener Räume im Gebäude, wie der bauzeitliche Tresorraum, der Marmorsaal. Ebenso fielen zahlreiche Details der historischen Treppenhäuser auf.
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