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Prinzessin Feodora - Nach Sternen jagen ...

Ein Leben als Schwester der letzten deutschen Kaiserin

ISBN 978-3-929829-90-7
erschienen April 2008

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Zum Geleit

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Prinzessin Feodora zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg eine vielseitig talentierte Künstlerpersönlichkeit. In ihrem kurzen Leben trat sie als Schriftstellerin, Dichterin und Malerin nicht nur durch ihre Begabung, sondern auch durch Professionalität hervor. Als Kind ihrer Zeit hatte sie einen lyrischen Stil in ihren Gedichten und Romanen. Aber auch an zeitkritischen Gedanken fehlte es nicht.

Als Malerin stand sie dem Worpsweder Künstlerkreis nahe. Der Maler Fritz Mackensen, der Mitbegründer dieser so prägenden Künstlerkolonie bei Bremen, wurde ihr künstlerischer Mentor, Heinrich Vogelers Gedankenwelt beschäftigte sie sehr; er gestaltete den Buchschmuck für ihren Roman »Durch den Nebel«. Eine gegenseitige Beeinflussung ist unverkennbar.

In ihrer ganzen Lebenseinstellung war Prinzessin Feodora aus heutiger Sicht modern. Dies drückt sich in bezug auf die damaligen Probleme der Stellung der Frau in der Gesellschaft besonders in ihren beiden Romanen aus, in denen es neben Berta Hahn weitere interessante Frauengestalten gibt.

Beeindruckend für die damalige Zeit waren ihr Interesse und ihr Verständnis für die Lebensbedingungen der einfachen Menschen, zum Beispiel in Schlesien, wo sie zeitweilig aufwuchs.
Immer wieder empfindet man lesend ihre Achtung und den Respekt, aber auch ihre Sorge um die Menschen dieser Bevölkerungsschicht.

Die tiefe Verbundenheit zu ihrer Heimat Schleswig-Holstein zeigt sich immer wieder in der Beschreibung der Landschaft mit den Wäldern, der See und der durch ihre Weite geprägten Menschen. Die Sehnsucht begleitete sie ein Leben lang.

Eine große Freundschaft verband Prinzessin Feodora seit ihren Jungmädchentagen mit meiner Großmutter, der Großherzogin Elisabeth von Oldenburg aus dem Hause Mecklenburg-Schwerin.
Mit ihr teilte sie ihre Talente und Interessen.
Durch viele Erzählungen unserer Großmutter war »Tante Feo« für uns immer sehr gegenwärtig und beeindruckend.

So empfinden meine Familie und ich es als überaus dankenswert, daß Thomas Weiberg es sich zur Aufgabe gemacht hat, diese talentierte Künstlerin der Nachwelt bekannt zu machen und sie davor bewahrt, der Vergessenheit anheim zu fallen.

Prinzessin Feodora lebte und wirkte in einer Epoche, in der die Menschen noch weniger durch Ablenkung von außen beeinflußt wurden. Ich wünsche den Leserinnen und Lesern heute die Muße, diesen Blick in eine vergangenen Zeit auf sich wirken zu lassen.

Bienebek, im Dezember 2007

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