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Ortstermin Mitte – Auf Spurensuche in Berlins Innenstadt
ISBN 978-3-86368-012-1
erschienen Dezember 2011

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1928-1939: Kein Zimmer frei für Adolf Hitler

Das Hotel »Excelsior« und sein wankelmütiger Besitzer

Das Areal rund um den Anhalter Bahnhof zählt, auch bald 62 Jahre nach Kriegsende, noch immer zu den Brachen, die der Krieg in Berlins Mitte hinterlassen hat. Die einstigen Gleisanlagen sind einer Rasenfläche mit Sportplatz sowie dem Subventionsgrab (und architektonischen Highlight) Tempodrom gewichen. Vom imposanten neoromanischen Empfangsgebäude ist nur ein Pavillon geblieben. Rund um den Askanischen Platz sind zwar in den vergangenen Jahren einige Baulücken gefüllt worden, doch spätestens wenn die Mitarbeiter des Entwicklungshilfe-Ministeriums im Europahaus ihre Büros verlassen, verschwindet das Leben von der Stresemannstraße. Kaum jemand weiß heute noch, dass hier in den Zwanziger Jahren einer der lebendigsten Punkte der damaligen Reichshauptstadt lag, mit legendären Vergnügungspalästen wie dem »Mokka-Express«, dem »Cafe Europa« und dem »Phoebus-Lichtspielhaus«. Und noch weniger haben je davon gehört, dass gerade hier, vis-a-vis vom Europahaus, Adolf Hitler die vielleicht demütigendste Erfahrung seiner ambivalenten Beziehung zu Berlin machte.

Das Hotel Excelsior
Als Berlins modernstes Hotel präsentiert sich das »Excelsior« am
Anhalter Bahnhof in den zwanziger Jahren. Eine gute Adresse war es
auf jeden Fall – doch Adolf Hitler war hier zunächst nicht willkommen.

Seit 1920 hatte der »Führer« der NSDAP bei seinen Besuchen in der Reichshauptstadt entweder privat gewohnt, zum Beispiel bei seiner Förderin Helene Bechstein und beim späteren nationalsozialistischen Postminister Wilhelm Ohnesorge, oder er logierte in Mittelklassehotels, vor allem im »Sanssouci« in der Linkstraße Nr. 37 in Tiergarten. Doch dieses Haus, nahe am quirligen Potsdamer Platz gelegen und dennoch außerhalb der öffentlichen Aufmerksamkeit, genügte Hitler nicht mehr, als er sich Ende der zwanziger Jahre immer mehr als der kommende »Retter« Deutschlands fühlte. In München bezog der NSDAP-Chef 1929 eine seiner Ansicht nach »standesgemäße«, hochherrschaftliche Neun-Zimmer-Wohnung am vornehmen Prinzregentenplatz. In Berlin, wohin er nie dauerhaft umziehen wollte und offiziell nie umzog (selbst als Reichskanzler blieb er polizeilich in München gemeldet), suchte er um dieselbe Zeit nach einem Hotel, in dem er bei seinen Besuchen residieren konnte.Hitlers Blick fiel auf das seinerzeit größte Hotel Europas, das vornehme und besonders gut ausgestattete »Excelsior« gegenüber dem Anhalter Bahnhof. Es war, seit der 43-jährige Gastronom Curt Elschner es 1919 gekauft hatte, rasch auf mehrere benachbarte Grundstücke und Häuser aus-geweitet worden. Der neue Eigentümer machte aus dem 1906 bis 1908 errichteten Bau eines der besten und erfolgreichsten Hotels der Reichshauptstadt. Zwar konnte sein Grand Hotel im Renommee nicht mit den beiden ersten Häusern Berlins konkurrieren, dem »Adlon« am Pariser Platz und dem »Kaiserhof« am Wilhelmplatz. Doch rangierte sein Hotel, bei vergleichbarem Komfort, unmittelbar hinter diesen beiden Top-Adressen, ohne ähnlich exorbitante Zimmerpreise zu verlangen. In der Werbung ließ Elschner das »Excelsior« als »Haus für jedermann« darstellen, auch wegen der gewaltigen Restaurants mit mehreren tausend Sitzplätzen.

Curt Elschner
Curt Elschner war ein erfolgreicher und selbstbewusster
Hotelier. Doch 1938/39 brachten Schikanen ihn dazu,
bei Hitler, Göring, Himmler und anderen Nazi-Größen um
Hilfe zu winseln.

Innovativer als die Nobelhotels war das »Excelsior« ohnehin: Jedes Gästezimmer, ausgenommen die Räume für die mitreisende Dienerschaft, verfügte über Telefon und Radio, knapp die Hälfte auch über eigene Badezimmer – zu einer Zeit, als selbst in gutbürgerlichen Wohnungen noch Waschtische standen und drei Viertel aller Häuser Außentoiletten hatten. 1928 eröffnete der einfallsreiche Hotelier dann zwei weitere Attraktionen, die in Berliner Zeitungen für Aufsehen sorgten: Mit dem »Excelsior-Bad« richtete er den damals ersten Wellness-Bereich in einem deutschen Hotel ein. Elegante Glasmosaiken und Palmen schufen eine Oase der Erholung, die verschiedenen Räume waren farblich aufeinander abgestimmt. Selbstverständlich gab es ausgebildete Bademeister, die Massagen, Heilbäder und andere Annehmlichkeiten anboten; für Damen gab es im Hotel einen Schönheitssalon. Noch mehr Aufsehen weckte Elschners zweite Idee: Er ließ quer unter der Saarlandstraße, unter den Gleisen mehrere Straßenbahnlinien hindurch, einen Tunnel bauen. Als er am 15. März 1928 feierlich eingeweiht wird, jubelt die Presse über den »längsten Hoteltunnel der Welt«, durch den Gäste bequem und bei jedem Wetter trocken vom »größten Kopfbahnhof Europas« das Foyer des größten Hotels auf dem Kontinent erreichen konnten. Drei Meter hoch, ebenso breit und knapp einen Meter unter dem Straßenpflaster hatte der Bau eine Länge von rund hundert Metern. Natürlich mussten Elschners Gäste nicht über Treppenstufen steigen: Lifte beförderten sie komfortabel vom Bahnhof hinunter in den Tunnel und wieder hinauf in die Hotelhalle. Unterirdisch eröffneten vier Läden; um sie für Laufkundschaft attraktiv zu machen und um die Berliner Verwaltung für seine Idee zu gewinnen, hatte Elschner neben dem Bahnhof und auf dem Bürgersteig vor dem Hotel zwei Treppenzugänge zu seinem Tunnel bauen lassen.

Das »Excelsior« galt also mit Recht als das modernste Haus Europas, und Hitler, der sich selbst für »Deutschlands Zukunft« hielt, hatte sich mit gutem Grund für dieses Hotel als seine künftige Berliner Unterkunft entschieden. Über alles Folgende gibt es verschiedene Versionen, die einander widersprechen. Überliefert sind sie in Andeutungen verschiedener Zeitungen, wiedergegeben schon damals nach dem Hörensagen. Unklar ist, ob es schon 1928 oder doch erst 1930 zur offenen Konfrontation zwischen Hitler und Curt Elschner kam. Nach einer Variante soll der Hotelier unmissverständlich abgelehnt haben, als einige NSDAP-Funktionäre erschienen und zu Sonderkonditionen eine Zimmerflucht für ihren Partei-Chef buchen wollten. Laut einer anderen Überlieferung habe sich Elschner damit herausgeredet, alle zusammenhängenden Zimmer seien »leider« bereits vergeben. Nach einer dritten Version hatte sich der NSDAP-Chef sogar schon ganz normal an der Rezeption angemeldet und sein reserviertes Zimmer bereits bezogen, als sich einige Stammgäste des »Excelsior« beim Inhaber beschwerten, mit dem antisemitischen Populisten im selben Flur wohnen zu müssen; daraufhin habe Elschner den »Führer« ziemlich unsanft vor die Tür setzen lassen.

Sicher ist, dass sich Hitler und die NSDAP in irgendeiner Form von Elschner gedemütigt fühlten. Das belegt der überlieferte Befehl eines SS-Offiziers vom 6. Dezember 1938: »Der Reichsführer SS hat nochmals befohlen, dass den SS-Führern ausdrücklich verboten ist, im Hotel ‹Excelsior› Berlin zu wohnen und dort Mahlzeiten einzunehmen.« Dasselbe gelte auch für das Hotel auf der Wartburg in Eisenach, welches ebenfalls Elschner gehörte. »Für dieses Verbot ist maßgebend, daß Elschner während der Kampfzeit den Führer einmal aufgefordert hat, innerhalb einer Viertelstunde sein im Hotel genommenes Zimmer zu verlassen, da er Rücksicht auf die übrige Kundschaft nehmen müsse.« Der SS-Offizier kannte aber die Geschichte offensichtlich selbst nur vom Hörensagen, denn er fuhr fort: »Die Hotelleitung hat seinerzeit dem Führer, der sich dieses Falles vor kurzem noch erinnert hat, mit der falschen Angabe, daß freie Zimmer nicht mehr zu Verfügung ständen, die Quartiernahme verweigert.«

Teilweise Aufschluss über den Streit gibt eine bisher unbeachtete Mappe in den Akten der Reichskanzlei, die im Bundesarchiv Berlin liegt. Sie enthält, leider nur fragmentarisch, die intensive Korrespondenz, die Curt Elschner 1938/39 mit obersten Staats- und Parteibehörden des Dritten Reiches führte. Danach bemerkte die Direktion des »Excelsior« Anfang Dezember 1938, dass ein bestelltes Inserat im SS-Blatt »Das Schwarze Korps« nicht wie gewohnt erschienen war. Der geschäftsführende Hoteldirektor Josef Leyrer teilte daraufhin dem NSDAP-Verlag Franz Eher Nachfolger mit, dass »schon vor der Machtübernahme das Hotel ‹Excelsior› sowie dessen Eigentümer, Geheimrat Dr. phil. h.c. Curt Elschner, judenfeindlich eingestellt« gewesen seien. Auch habe das »Excelsior« als »erstes größeres gastronomisches Unternehmen« in seinen Abteilungen sichtbar »die Schilder ‹Juden unerwünscht› angebracht«. Zeitgleich setzte die Deutsche Bank den Hotelier unter Druck und bestand auf der monatlichen Abzahlung von 45 000 Reichsmark für die laufenden Kredite; darüber beschwerte sich Elschner beim Berliner Polizeipräsidenten.

Doch die beiden Schreiben wirkten kontraproduktiv: Das bis dahin informelle Verbot für SS-Offiziere, im »Excelsior« zu wohnen oder zu essen, wurde nun mit dem Befehl vom 6. Dezember schriftlich festgelegt. Daran konnte auch ein halbes Dutzend eidesstattlicher Versicherungen nichts ändern, die Elschner von seinen Angestellten unterschreiben ließ. Der Kernsatz lautete in den meisten der (rechtlich irrelevanten) Erklärungen wörtlich gleich: »Ich erkläre an Eidesstatt, daß mir weder selbst noch durch Hörensagen bekannt ist, daß unser Führer im Hotel ‹Excelsior› gewohnt hat oder ihm die Aufnahme verweigert worden wäre.« Als weder diese Versicherungen noch seine sonstigen Kontakte etwas brachten, wandte sich Elschner persönlich an Hitler: »Mein Führer! Ich bitte nun auf diesem Wege ganz gehorsamst, die über mein Haus und mich verhängte Lokal-Besuchssperre untersuchen und nach Möglichkeit noch vor Weihnachten aufheben zu lassen. Vielleicht wollen mein Führer auch veranlassen, daß ich von Herrn Reichsführer SS persönlich empfangen werde, damit er aus meinem Munde Aufklärung bekommt.« Elschner legte dem Reichskanzler eine Reihe von Speisekarten und Werbeanzeigen sowie die eidesstattlichen Versicherungen bei. Damit war der Vorgang aktenkundig in der Regierungszentrale, und sofort begann ein normaler Verwaltungsprozess. Ein Beamter stellte den Sachverhalt fest: »Der Besuch des Hotels ‹Excelsior› am Anhalter Bahnhof ist vor kurzem vom Reichsführer SS den Angehörigen der SS untersagt worden, weil der Führer in der Zeit vor der Machtübernahme einmal aus dem Hotel gewiesen bzw. ihm ein Zimmer verweigert worden sei.«Hans-Heinrich Lammers, der Chef der Reichskanzlei, fragte bei Himmler an und informierte Elschner, dass die Reichskanzlei sich der Sache annehme. Doch der drängte schon am 19. Dezember, eine Entscheidung noch vor den Weihnachtsfeiertagen zu fällen, »mit Rücksicht auf die Bedeutung, die das Verbot für mich und meine Gefolgschaft« – so der Nazi-Begriff für Belegschaft – habe. Der Hotel-Eigentümer fügte eine 13 Seiten lange Liste seiner Spenden seit 1911 bei, von drei Mark für die Winterhilfe 1936 bis zu 900 000 Mark für ein Museum in Eisenach. Der Gesamtwert seiner Spenden betrug laut seiner Liste mehr als zwei Millionen Gold- und Reichsmark, nicht gerechnet Weihnachtsgratifikationen für seine Mitarbeiter und Spenden in der Inflationszeit 1922/23. Doch die Liste beeindruckte Lammers offensichtlich gar nicht; wenig erstaunlich, hatte er doch um die gleiche Zeit Rechnungen über mehr als 90 Millionen Reichsmark für die Neue Reichskanzlei abzuzeichnen. Statt dessen verschärfte Himmler den Druck. Elschner hatte ihm noch am 22. Dezember die dringende Bitte um Aufhebung des SS-Verbots nach Hause telegrafiert, »da mir keiner Schuld bewußt«. Im Januar erweiterte der SS-Chef sein Hausverbot auf die Polizei, deren oberster Chef er ebenfalls war. Um diese Zeit muss Curt Elschner geradezu verzweifelt gewesen sein. In seinem Brief an Lammers bot der Hotel-Eigner an: »Um bis zur Entscheidung von höchster Stelle zu erreichen, daß das Verbot bedingt aufgehoben wird, bin ich bereit, im Interesse meiner Gefolgschaft von 700 Leuten das Haus bis auf weiteres zu verlassen, und nach erfolgter Klärung werden die hohen Behörden weiter bestimmen.«Wieder bekam Elschner keine Antwort, und so startete er einen weiteren Versuch, indem er Nazi-Prominenten wie Hermann Göring und Fritz Sauckel, den Berliner Oberbürgermeister Julius Lippert, Hitlers Chef-Leibwächter Sepp Dietrich und den Chef der »Privatkanzlei des Führers«, Philipp Bouhler, mit Bittbriefen und bis zu 23 eidesstattlichen Versicherungen bombardierte. Nun versicherte er auch selbst an Eides statt, 1932 für die Gründung einer NSDAP-Zelle in seinem Hotel gesorgt zu haben. An den NSDAP-Reichsschatzmeister Franz Xaver Schwarz schrieb Elschner: »Seit 1933 werde ich nach meinem Dafürhalten, wenn man es sagen darf, torpediert nach allen Richtungen.« Er habe sogar die Mitgliedschaft in der NSDAP beantragt und seine vorgesehene Mitgliedsnummer 2 590 343 bereits erteilt bekommen, doch dann sei seine Aufnahme abgelehnt worden. Elschner legte weitere Unterlagen bei, die ihn als intimen Kenner von »Mein Kampf« und als aggressiven Antisemiten ausweisen sollten.Nach mehr als sieben Monaten und einer Erweiterung des »Excelsior«-Verbots auf alle NSDAP-Mitglieder erreichte der Konflikt Mitte Juni 1939 seinen Höhepunkt: Der »Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Brandenburg«, eine der zahllosen neuen Behörden des Dritten Reiches, berichtete der Reichskanzlei, dass die Berliner NSDAP offen Elschners Rückzug aus dem, »Excelsior« gefordert habe. Der Eigentümer machte einen verzweifelten Versuch und telegrafierte am 14. Juni 1939 ein letztes Mal an Hitler. Doch parallel dazu beschied SS-Chef Himmler den Hotelier in einem Brief vom selben Tag: »Es ist mir erst heute möglich, auf Ihre verschiedenen Briefe zu antworten und Ihnen mitzuteilen, daß ich mein Verbot nicht aufzuheben vermag.« Offensichtlich hatte der Reichsführer SS umfassend ermitteln lassen. Danach war Elschner seit 1909 Mitglied verschiedener Freimaurerlogen gewesen, hatte darüber aber in seinen Schreiben falsche Angaben gemacht. Die Gestapo löste zwischen 1933 und 1935 alle deutschen Logen auf und beschlagnahmte ihre Akten; dort dürften Himmlers Ermittler fündig geworden sein. Gegenüber diesem Verstoß gegen geltendes (politisches) Strafrecht wurde der ursprüngliche Vorwurf beinahe nebensächlich. Himmler schrieb: »Die Tatsache, daß der Führer die Aufnahme in Ihrem Hotel verweigert worden ist, geben Sie zu. Es erübrigt sich, im einzelnen festzustellen, ob Sie von diesem Vorfall Kenntnis erlangt haben.« Allerdings enthält die Akte keine Erklärung Elschners, in der er dies zugibt. Kurz darauf, die genauen Umstände sind nicht überliefert, zog sich Elschner aus Berlin zurück, überließ das »Excelsior« der Leitung seiner Direktoren, von denen einige schon zuvor gegen ihn intrigiert haben sollen, und zog sich auf sein zweites Hotel auf die Wartburg in Eisenach zurück.

Unter welchen Umständen und wann genau Hitler im »Excelsior« zurückgewiesen worden ist, lässt sich nicht mehr vollständig klären. Ob dem SS-Verbot tatsächlich, wie Elschner behauptete, ein ultimatives Kaufangebot durch das Reichsfinanzministerium voranging, ist zweifelhaft, denn davon ist im Briefwechsel mit der Reichskanzlei keine Rede. Von einer Aufhebung des »Parteiverbots« gibt es ebenfalls keine Nachrichten, aber fest steht, dass das »Excelsior« in den Kriegsjahren weiterbetrieben wurde und als gute Adresse galt.

Wo einst Großrestaurants um Gästen warben, liegt nun eine »Wehrmachts-Betreuungsstelle« für durchreisende Soldaten.
Die weitere Geschichte des einst »größten Hotels des Kontinents« ist kurz: Das Haus überstand den amerikanischen Großangriff auf die Innenstadt am 3. Februar, brannte aber bei den Endkämpfen um Berlin weitgehend aus. Curt Elschner kehrte 1946 aus Eisenach zurück, um sein Eigentum wieder in Besitz zu nehmen, doch er blitzte ab. Erst Jahre später erhielt er die inzwischen nicht mehr zu rettende Ruine zurück und ließ das Grundstück enttrümmern. Der Name wurde auf ein scheußliches Hochhaus am selben Ort übertragen, ein neues »Hotel Excelsior« entstand in Charlottenburg an der Hardenbergstraße. Curt Elschner starb 1963, ohne dass seine Bittbriefe und seine antisemitischen Schwüre bis dahin wieder aufgetaucht wären – eine Gnade für den wankelmütigen ehemaligen Freimaurer.

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