Moscheen und Tempel
Nicht zuletzt seine religiöse Vielfalt macht Berlin zu einer lebendigen, interessanten Stadt. Das Statistische Landesamt Berlin hat in seinem aktuellen Bericht knapp 50 verschiedene Religionsgemeinschaften aufgeführt. Darunter finden sich so unterschiedliche Glaubensrichtungen wie die Afrikanische Ökumenische Kirche, die Sufi-Bewegung, die Bahá'í-Religion oder die Zeugen Jehovas, und so hängt die Zukunft Berlins als vitale Metropole entscheidend ab vom Vertrauen in Pluralismus und Glaubensfreiheit. Die größte Religionsgemeinschaft neben den evangelischen und katholischen Gläubigen bilden in Berlin die rund 200 000 Muslime.
Im Berliner Stadtgebiet, vorrangig in den Bezirken Kreuzberg, Neukölln und Wedding, gibt es 56 türkische und 14 weitere Moscheen anderer nationaler Prägung. Doch werden die Moscheen im Stadtbild kaum wahrgenommen, da sie sich meist in ehemaligen Fabriken, ausgedienten Geschäftsräumen oder auf Hinterhöfen befinden. Auch ausgebaute Wohnungen werden genutzt. Mit viel Initiative sind diese Gebetsräume zwar meist gut ausgestattet worden, doch reichen sie vielen Gemeinden nicht aus bei ihrer Suche nach islamischer Identität in Deutschland. Die beiden hier vorgestellten repräsentativen Moscheen mit Kuppel und Minarett bilden immer noch die Ausnahme. Weitaus weniger zahlreich in Berlin sind die Buddhisten, obwohl das Buddhistische Haus in Frohnau immerhin 6000 Mitglieder zählt. Seit einem knappen Jahrhundert gibt es in der Stadt eine buddhistische Tradition, die in jüngster Zeit, bedingt durch Migration, aber auch durch Zuspruch vieler Deutscher, an Bedeutung gewonnen hat. (...) |