EinleitungEr war ein guter Mensch, ein Seelenmensch, er war mein Freund.“ hat Friedrich der Große über Hans Karl von Winterfeldt gesagt. Winterfeldt starb 1757 fünfzigjährig als preußischer Militär in einer Schlacht bei Görlitz. Oft waren sie unterschiedlicher Meinung, aber die Loyalität Winterfeldts und seine strategische Brillanz waren es, die den Preußenkönig so nachhaltig beeindruckten. Seit dem 12. Mai 1893 trägt der Platz seinen Namen und viele kennen den Namensgeber nicht mehr – zu oft wird der Platz als Winterfeld verwechselt und das harte t dem weichen d geopfert.
Doch von einem Feld oder einem Acker ist dieser Platz weit entfernt. Heute lebt der Winterfeldtplatz von den Unterschieden und den Gleichheiten – hier kann niemand einem ein d für ein t vormachen. So eine Vielfalt und Lebendigkeit zieht jeden Samstag Berliner und Gäste auf den Markt und der Mittwochsmarkt ist kleiner und noch mehr im Kiez verwachsen. Anfang der Achtziger sah diese Idylle ganz anders aus: die Häuser waren heruntergekommen und Spekulationsobjekte, die Drogenszene und der Strich nur einige Straßen entfernt, Hausbesetzer und Polizei lieferten sich heftige Straßenschlachten. Inzwischen ist es schick, hier zu wohnen und wieder wird spekuliert – am liebsten mit den Gewerbemieten. So wird für viele, die diesen Kiez aufgebaut haben, der Alltag wieder zum Kampf. Ob Hans Karl von Winterfeldt die richtige Strategie gehabt hätte? Stefan Maria Rother in der Einleitung |
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