Gleisdreieck im Ox-Fanzine

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Die Lobeshymnen auf unsere erste Graphic Novel GLEISDREIECK – Berlin 1981 von Jörg Ulbert und Jörg Maillet wollen nicht abreißen. Die jüngste Rezension lieferte das Punk/Hardcore-Fanzine Ox. In dessen Oktober/November-Ausgabe führt das Buch die Comic-Seite an. In seiner ausführlichen Besprechung betont Joachim Hiller vor allem Detailreichtum und Authentizität sowohl in den Zeichung als auch in der Geschichte.

 

“Ohne Plattitüden beschreiben sie typische Charaktere und Orte jener Subkultur, binden Punkbezüge ein und liefern .. sogar noch eine Playlist mit…”

 

(für die ganzen Rezension aufs untere Bild klicken)

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Großlieferung vorm Wochenende

 

anlieferung_BGWährend andere Verlage auf der Frankfurter Buchmesse feiern, wird bei uns das Lager aufgefüllt: Pünktlich vorm Wochenende wurden heute gleich sechs Paletten Bücher geliefert! Nachschub gab es für verschiedene unserer Bestseller, die sich an Berlin-BesucherInnen aus aller Welt richten. Ganz vorn ist dabei Berlin Geschichte von Wieland Giebel, das in mittlerweile acht Sprachen und reich bebildert die Entwicklung der Stadt von der Gründung bis zur Gegenwart erzählt. Diesmal wurde wieder einmal das Original nachgedruckt:

 

Zum Tag der Einheit: Alles über DDR & Wendezeit

DDR-Mauer-Wendezeit – das ist, neben Berlin, der wichtigste thematische Schwerpunkt in unserem Verlag. Dieses Jahr, während es auf den 25. Jahrestag des Mauerfalls zugeht, haben wir gleich mehrere neue Bücher zum Wende-Thema herausgebracht, große und kleine Bildbände, Geschichten und Geschichte.

 

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Allen, die schon zum morgigen Tag der deutschen Einheit tiefer einsteigen wollen, seien die vier Bücher von Jens Schöne ans Herz gelegt. Der Historiker hat nicht nur jahrzehntelang geforscht (und als Stellvertretender Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen in Berlin täglich mit Originaldokumenten zu tun), sondern ein besonderes Talent Zeitgeschichte lebendig zu erzählen.

Angefangen mit einem handlichen, aber umfassenden Buch zur Friedlichen Revolution (englische Ausgabe: The Peaceful Revolution) widmete er sich rückwärtsgehend dem Mauerbau in Ende einer Utopie und – anlässlich des 60. Jahrestages – dem  Volksaufstand vom 17. Juni 1953, was weitreichend in den Medien besprochen wurde.

Zum Abschluss erschien nun sein umfangreiches Geschichtsbuch Die DDR (englische Ausgabe The GDR in Vorbereitung). Hier findet man alle wichtigen Ereignisse aus 40 Jahren “Arbeiter- und Bauernstaat” im Zusammenhang erklärt, viele Informationen über das alltägliche Leben in der DDR und unglaublich viel spannendes Bildmaterial.

 

Zu allen Büchern von Jens Schöne findet man hier weitere Infos, Leseproben und Bestellmöglichkeiten.

 

 

VG Media, die Verlage und die Unwissenheit

In meiner Doppelrolle als Pressesprecher der Piratenpartei sowie Verleger im Börsenverein des Deutschen Buchhandels hatte ich in den letzten Jahren so manches Podium bestritten. Und schon damals standen mir regelmäßig die Haare zu Berge, wenn ich Äußerungen aus meiner Partei zum Verlagswesen und zum Urheberrecht hörte. Gestern Abend las ich von der Europaabgeordneten der Piratenpartei, Julia Reda, diesen Tweet: „Seht es ein, liebe Verlage: Google wird nie zahlen. Außer in Form von Steuern. Darauf könnten wir ja mal gemeinsam hinarbeiten“ – Julia kenne ich und dachte, sie müsste es besser wissen. Aber wenn sie es schon nicht differenziert, wie sieht es dann mit anderen Leuten aus?

senficon-verlageUnd da war er wieder, der Mythos von „den Verlagen“, die als homogenes Wesen und im Gleichschritt an die Wasserstelle traben, immer mit der Absicht den Menschen den letzten Tropfen Lebensmut zu nehmen und dem weißen Ritter Google zu schaden. Es entzürnte mich so, dass ich mich genötigt sah, einen Blogbeitrag zu schreiben, der das Weltbild wieder gerade rückt.

Google, der Held der Welt
Ich nutze Google Suche, Analytics, Webmastertools, AdWords, AdSense, Gmail, Android und vieles mehr. Google ist ein Geschäftspartner von mir – aber nicht mehr und nicht weniger. Alles, was Google tut, hat das Ziel, das Geld der Investoren zu mehren. Und das ist völlig okay. Aber Google rettet nicht die Welt. Wenn bestimmte Presseverlage Geld für bestimmte Text-Schnippsel haben wollen, dann muss man darüber verhandeln. Für ein aktuelles Buch über den Anhalter Bunker muss ich auch kurze Texte von anderen Verlagen lizenzieren. So ist das Business. Wenn Google das nicht zahlen will, dann hat man keinen Deal. Das ist wie, wenn ich einen Porsche kostenlos möchte und der Händler ihn mir nicht geben will. Dann werden die Zeitungen oder Verlage eben ausgelistet und von niemandem in seinen Blogs mehr verlinkt. Für mich ist dabei nur wichtig, dass ein unbescholtener Bürger einen einfachen Möglichkeit hat zu erkennen, wen er wie verlinken darf. Das ist aber eher ein technisches Problem, kein soziales oder rechtliches.

Aber die Pressefreiheit!
Ein Argument dagegen ist oft, dass man dann keine guten Artikel mehr verlinken könne, bzw. nur noch von wenigen Verlagen, die dann die Meinungsbildung übernehmen. Leute, wir sind hier nicht in China. Wir haben eine extrem bunte Medienlandschaft, in der auch spezielle und finanzschwache Zeitungen wie die TAZ seit Jahrzehnten überleben können. Dazu kommt das Argument oft aus einer Ecke, die sonst über die „Lügenmedien“ schimpfen und mehr „Citizen Reporter“ fordern. Wenn also die großen Zetiungen nicht mehr verlinkt und zitiert werden wollen, werden die kleinen stärker. Und die Journalisten, die selber bloggen und vor Ort gehen. Das Argument, dass man dann aber nicht mehr die brandheißen Reportagen aus der Welt bekommt, möchte ich auch mal entkräften. Im Gegensatz zu vielen, die drüber schreiben, habe ich die ISIS vor ein paar Wochen selber gesehen, als ich die Peschmerga an der Front im Nord-Irak besucht habe. Ich habe live aus Mosul und Kirkuk berichtet und mein ganzes Material freigegeben. Ich lasse mich gerne verlinken und zitieren. Ich bin nicht der Einzige, der so etwas macht. Wir würden uns alle freuen, auf Kosten der „Großen“ und „Bösen“ mehr ins Rampenlicht zu rücken. Sie haben sicher die besseren finanziellen Möglichkeiten, aber kein Monopol auf die Berichte.

Aber die bösen Verlage!
Es gibt Spieleverlage, Videoverlage, Musikverlage, Bühnenverlage, Buchverlage und Presseverlage (und sicherlich habe ich wen vergessen). Jede Branche arbeitet anders, jede hat andere Ziele, jede macht andere Lobbyarbeit und hat einen anderen rechtlichen Rahmen. Es gibt rund 5.000 Printverlage in Deutschland, davon unterstützen (soweit mir bekannt) nur rund 100 das Leistungsschutzrecht. Immer auf „die Verlage“ zu schimpfen, erscheint also etwas undifferenziert.

Aber die böse VG Media!
Die VG Media wurde von großen Medienkonzernen gegründet, die Ihr Geld im Großen und Ganzen mit TV- und Hörspielprogrammen verdienen. Aber ja, es gibt da auch Printverlage. Jedoch ist kein einziger Buchverlag durchschnittlicher Größe darin. Es geht um große Medienkonzerne, die diverse Medien abdecken und die in ihrem Mix auch Druckerzeugnisse haben. Über diese Verwertungsgesellschaft aus der Medienbranche zu meckern und es mit „die Verlage“ zu betiteln, zeigt ebenfalls eine gewisse Unkenntnis.

Im Ergebnis sehe ich weiterhin, dass ich als Buchverleger in einer ehrlichen Branche arbeite. Verlag und Autor sind gleichberechtigte Partner – der eine kann oder will nicht ohne den anderen und man muss am kleinen Tisch alles miteinander abstimmen. Das ist nicht anders, als wenn Fliesenleger und Auftraggeber zusammen besprechen, wie das Ergebnis sein soll. Dort bringt auch jeder seine Expertise, seine Wünsche und seine finanziellen Vorstellungen ein. Macht man es jedoch am Verlagstisch, so gehört man zu „den Verlagen“ und ist der Böse.

Daas Internet bietet so viele Bildungsmöglichkeiten, also nutzt sie und lest euch mal durch, wie die (Buch-)Verlagswelt funktioniert! Dann sieht man auch, was für eine liebenswerte Community es eigentlich ist und wie wenig das alles mit LSR, Google oder der VG Media zu tun hat.

Druckfrisch: Die kompakte DDR-Geschichte von Jens Schöne

DDR_Tafel_pdJens Schöne erzählt im gerade erschienenen, reich bebilderten Buch Die DDR die ganze Geschichte: Von der Gründung des vermeintlichen “Arbeiter- und Bauernstaates” über den Volksaufstand von 1953 und den Mauerbau von 1961 spannt das reich illustrierte Buch den Bogen bis hin zur Friedlichen Revolution und zur deutsch-deutschen Vereinigung. Zudem wird gefragt, welcher Platz der DDR in der deutschen Geschichte zukommt.

 

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat das Buch mit einem Druckkostenzuschuss gefördert.

 

Online-Leseprobe gibt es hier: Prolog: Die DDR im Rückblick.

Wer mehr wissen will über die einzelnen Phasen der DDR-Geschichte, findet in unserem Verlag weitere Bücher des Autors:
Die Friedliche Revolution (engl. Ausgabe The Peaceful Revolution), Ende einer Utopie und Volksaufstand. Im November erscheint auch die englischsprachige Ausgabe The GDR.

 

Die DDR – Die Geschichte des “Arbeiter- und Bauernstaats” liegt in unseren Läden Unter den Linden 40 schon bereit und wird ab sofort überall im Buchhandel erhältlich sein.

 

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Gesellschaft deutscher Chemiker empfiehlt “Chemie in Berlin”

GesellDtChemikerTitelWieder mal ein schönes Beispiel für die breite Zielgruppe unserer Bücher: Heute erreichte uns eine Mail von der Gesellschaft deutscher Chemiker! Deren Fachgruppe Geschichte der Chemie stellt in der jetzt erschienenen Nummer 23 ihrer “Mitteilungen” wichtige Informationen für das Jahr 2013 zusammen. Unter “Neuerscheinungen” wird auch Dr. Alexander Krafts Buch “Chemie in Berlin” kurz und prägnant empfohlen:

“… Alexander Kraft versteht es in diesem vielbebilderten Band einen viel zu wenig beachteten Teil der Geschichte Berlins wieder lebendig werden zu lassen.”

 

Weitere Informationen, viele Lesproben und Bestell-Link zu diesem umfassenden, verständlich geschriebenen Taschenbuch gibt es auf der Verlagsseite zu Chemie in Berlin.

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Neuerscheinung: “Rückblende”

20140905_094556Wir haben heute viel zu tun, um die Palette mit Büchern zu verräumen, die morgens im Lager ankam: “Rückblende”, der Bildband mit den Fotos von Michael Lange, die bisher nur in seinem tumblr-Fotoblog “Berlin in den 90ern” zu sehen waren. Die Bücher werden nun an die Barsortimente und Buchhandlungen ausgeliefert und sind ab sofort in unserem Webshop erhältlich.

 

Schon vor Erscheinen wurde “Rückblende” von Tina Gerstung auf qiez.de besprochen.

 

Michael Lange
Rückblende. Berlin in den 90ern – und heute. Berlin in the 90s and today
ISBN 978-3-95723-022-5, 96 Seiten, 98 Abbildungen
deutsch und englisch, gebunden
19,95 €

 

Auf Tour mit Bernd Müller

berliner_rundfunkDer Berlin-Reporter Christian Fuchs hat sich mit Bernd Müller im Nikolaiviertel getroffen und lief mit ihm durch Berlin, während sie über Müllers belebte Vergangenheit als Bezirksschornsteinfegermeister sprachen. Das Interview lief heute beim Berliner Rundfunk 91.4 im Vormittagsprogramm.

 

Bernd Müller ist ein echtes Berliner Urgestein. Die zweite Auflage seiner Schornsteinfegergeschichten erscheint demnächst.

 

“Zukunft ist ohne Vergangenheit nicht möglich. 50 Jahre Schornsteinfeger in Berlin”

 

“Gleisdreieck. Berlin 1981″ zum Hören und Ausleihen

photo 3Jörg Ulbert (links im Bild) war am 22. August zu Gast bei radioeins und wurde anlässlich des Parkfests im Park am Gleisdreieck, das noch bis zum 31. August läuft, zur gleichnamigen Graphic Novel “Gleisdreieck. Berlin 1981″ befragt.

 

Zur gleichen Zeit wurde in der Comic Bibliothek Renate an einer Rezension zur Graphic Novel gefeilt. Wir waren sehr gespannt und hier ist sie nun.

 

Ab sofort kann man das Buch nun vor Ort ausleihen. Oder sich im Blog des herausragenden Zeichners Jörg Mailliet (rechts) zu einer eigenen Graphic Novel inspirieren lassen.

 

Hallo Berlin / Hello Berlin

Unsere Leserunde bei Lovelybooks läuft noch. Ihr könnt jederzeit einsteigen und eure gestalteten Seiten aus “Hallo Berlin” mit uns teilen.

 

So wie aba, die schon zwei Exemplare mit Ideen gefüllt hat! Wir freuen uns über so viel Kreativität und hoffen, euch die Stadt mit diesem Büchlein von einer anderen Seite zeigen zu können.

 

Wer noch keins der Bändchen besitzt, die auf deutsch und englisch erhältlich sind, kann sie hier bestellen oder in der Buchhandlung eures Vertrauens, beispielsweise in der Berlin Story, Unter den Linden 40.

 

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