Jens Schöne, 1970 in Sachsen-Anhalt geboren, studierte nach einer landwirtschaftlichen Ausbildung Neuere und Neueste Geschichte sowie Anglistik und Amerikanistik an der Humboldt-Universität. Er ist Stellvertretender Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen in Berlin und Autor mehrerer Publikationen zur Stadtgeschichte. Zuletzt hat er »Das sozialistische Dorf. Bodenreform und Kollektivierung in der Sowjetzone und DDR« veröffentlicht.
"Die Mauer stand in Eilenburg"
Vortrag und Diskussion mit dem Historiker Jens Schöne
Veranstalter: Bürgerkomitee Leipzig e.V.
Wo: Museum in der "Runden Ecke", ehemaliger Stasi-Kinosaal, Dittrichring 24, 04109 Leipzig
Wann: Dienstag, 9. August 2011, 19:30-21:00 Uhr
Die Berliner Mauer und ihre Geschichte werden nur dann verständlich, wenn man den Blick von der Hauptstadt der DDR abwendet und in die vermeintliche „Provinz“ des Landes schaut. Das gilt insbesondere für den Kreis Eilenburg. Ursachen und Folgen des Mauerbaus zeigen sich hier wie unter einem Brennglas. Sozialistische Euphorie, ökonomischer Niedergang, verlorene Hoffnungen und brachiale Gewalt – all dies ist mit dem 13. August 1961 verbunden. Derartige Erscheinungen sind aber eben nicht nur in Berlin nachweisbar, sondern auch im Bezirk Leipzig, und es gab Wechselwirkungen zwischen beiden Regionen. Die Geschehnisse vor Ort in den Jahren 1959 bis 1962 werden daher ebenso im Zentrum der Veranstaltung stehen wie die Frage, was die SED-Führung letztlich veranlasste, die eigene Bevölkerung einzumauern.
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